SPUREN

SPUREN

2016

Première Kulturmarkt Zürich/CH 

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Foto: © Giada Bianchi | Christian Glaus

SPUREN, the German term for “traces”, sets the rough and untamed groove of archaic alpine rituals in contrast to the totally ordered picture of Switzerland. Following the tracks towards our roots, we (re)discover Swiss traditions in an attempt to trigger the wild side of us.

A research about Swiss customs turned into a discovery of archaic traditions that are still alive despite today's modernization. While mobility shortens distances, the distance from our local traditions increases. Though, alpine rituals make adrenaline flow, the vibration of the sounds evokes an odd sensation of longing. Is it ancestral memory or cultural imprint? The creation reflects the impressions experienced during field trips across Switzerland over two years. Interpersonal dynamics and cultural heritage are explored through the languages of movement, voice and sound. 

Idea: Mirjam Sutter

Research, choreography: Elena Morena Weber, Mirjam Sutter

Sound, cello, voice and vocal coach: Johanna Schaub

With: Jonas Furrer, Johanna Schaub, Mirjam Sutter, Sarah Waelchli, Elena Morena Weber, Jack Widdowson

Residency: Tanzhaus Zürich

Support: Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia, Alfred und Ilse Stammer-Mayer Stiftung, Avina Stiftung, Dr. Adolph Streuli Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Migros Genossenschaft Zürich


Eine Recherche über Schweizer Brauchtum wurde zu einer Entdeckung archaischer Rituale, die trotz der heutigen Modernisierung noch immer lebendig sind. Alpine Rituale berühren und lösen eine seltsame Sehnsucht aus.  SPUREN setzt die Wildheit, Ungezähmtheit und Kraft dieser Rituale dem geordneten Bild der Schweiz gegenüber und lädt ein, Schweizer Tradition (neu) zu entdecken.

Eine Entdeckungsreise nach  Spuren ihrer Schweizer Herkunft,  brachte Elena Morena Weber und Mirjam Sutter hinter die Fassade von Klischees und dem üblichen Bild der Schweiz. Entlang dieser Reise, haben sie alpine Winterrituale besonders berührt.

Die Menschen waren in früheren Zeiten den Mächten der Natur ausgeliefert und versuchten, ihnen durch Rituale etwas entgegenzusetzten. Weiterhin sind im Laufe der Zeit diese Bräuche heidnischer Herkunft auf den Katholizismus gestossen und haben sich entsprechend entwickelt und angepasst. Urtümliche Bräuche, die immer noch gelebt werden und der Modernisierung der heutigen Zeit trotzen sind heute vor allem wichtig, um die Tradition am Leben zu erhalten. Deren okkulten Charakter bleibt aber dennoch sichtbar und spürbar.

"Die Wildheit und Ungezähmtheit, die Rauheit, die Kraft dieser Rituale haben uns berührt, etwas in uns ausgelöst und eine seltsame Sehnsucht in uns erweckt. Ein Stück Geschichte und somit unserer Identität haben wir in diesen Bräuchen wiedererkannt."

Bewegung und Klang reflektieren in SPUREN die während der Recherche erlebten Eindrücke und zwischenmenschliche Dynamiken.  Ein ungewühnliches Setting ermöglicht ein immersives Sound- und Raumerlebnis. Ein lebendiges Stück mit viel Adrenalin und Humor.